Einleitung

Oktober 23rd, 2009 | 1 Comment

In dem Gedichtband „Idyllen aus Messina“ lässt uns Friedrich Nietzsche an seinen ganz persönlichen Gedanken teilhaben. Er veranschaulicht aphoristisch seine Gefühle zu den Themen Liebe, Tod, Kirche oder Freiheit. Mal sind die Gedichte positiv gestimmt, mal sind sie von verstörender Direktheit.

Betrachtet man die kleinen Werke einzeln, so erinnern sie an die Kapitel einer Geschichte, eines großen Ganzen. Demzufolge muss man sie denn auch als ein komplettes Werk betrachten. Nur zusammen ergeben sie eine Harmonie. Das erste und das letzte Gedicht bilden die Rahmenhandlung, sie erzeugen die Grundlage für dieses Werk. So verwundert es nicht, dass sich die Vogelmotive wiederholen.

Als Kerngedanke der Innenhandlung ist das Warten zu sehen: Warten auf die Geliebte, Warten auf den Tod, Warten auf Vergebung. Nietzsche schildert dies sehr anschaulich und in besonders bildreicher Sprache. Dies beflügelt im wahrsten Sinne des Wortes die eigene Phantasie. Seinen Schmerz, seine innere Zerissenheit und seine sehnsuchtsvolle Liebe spürt man als Leser tief im Herzen.